Strand am Heidesee Chill out und Tauchparadies

Anfang des vergangenen Jahrhunderts gab es den Heidesee in Halbe noch gar nicht, sondern nur eine Grube in der Ton abgebaut wurde, bis im Jahre 1912 Wasser einbrach und durch die Flutung der See entstand. Aber eben dem Ton verdankt der heutige See seine ausgezeichnete Wasserqualität, mit Sichttiefen von mitunter über 2 Metern.

Heute ist von dem Tonabbau nichts mehr zu entdecken - zumindest nicht oberhalb der Wasserfläche. Breite Schilfgürtel und üppige Gehölze säumen die Ufer - hier und da schimmert ein Hausdach durch das Laub und ein Steg führt durch das Schilf ins Wasser. Von zwei Holzplateaus aus lassen sich nicht nur wunderbare Kunstsprünge ins Wasser vollbringen, sondern auch die Hechte, Barsche, Plötzen und Amerikanische Flußkrebse zwischen den Wasserpflanzen am Grund beobachten.

Der Boden ist jedoch nix für Warmduscher: etwas schlammig abseits des Strandeinstieges und so einige Wasserpflanzen, die man schnell beim Schwimmen mit den Füßen streift. Dafür ist der 24 Meter tiefe See aber unglaublich klar und im Schilfgürtel kann man Enten und Blässhühner samt Nachwuchs beobachten.

Der Sand eignet sich ordentlich zum Buddeln und an einem Uferabschnitt gibt es sogar Schattenplätze. Toiletten sind ebenfalls vorhanden - kostenlos und sauber! Für das leibliche Wohl sorgt die nette und hilfsbereite Bedienung der Bar „Café del Mar“ - Kartoffelspalten und Chicken-Wings schmecken wie aus einem guten Diner und in der Beachbar kommen fast schon Urlaubsgefühle auf - bei einem Mojito, Long Island Ice Tea oder Caipirinha lässt sich von hier aus das bunte Treiben auf den Holzplateaus und am Strand beobachten. Die Musik untermalt die Szenerie unaufdringlich und stört das Badevergnügen der Strandgäste nicht.

Das eigentlich Highlight des Sees befindet sich jedoch in über zwanzig Metern Tiefe unterhalb der Wasseroberfläche. Tom Busch, der hier eine Tauchbasis betrieb, entdeckte im Heidesee ein mehrstöckiges Haus, das von der noch vorhandenen Stahldachkonstruktion bis zu den dicken Mauerfundamenten aus Ziegeln am Boden des Sees stattliche 17 Meter misst. Gleisanlagen samt Waggons und Loren, sowie ein ehemaliges Maschinenhaus komplettieren das Ensemble. Der See ist wohl deshalb auch bei Tauchern ein beliebtes Ausflugsziel und lässt sich direkt mit der Bahn als auch mit dem Auto über die A13 schnell aus Berlin erreichen.

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UMGEBUNGSTIPP:
Der Waldfriedhof in Halbe ist eine der größten Kriegsgräberstätten Deutschlands auf dem über 24.000 Tote ihre letzte Ruhe finden. Doch tragen hier die meisten Grabsteine keine Namen und die Toten starben in der sinnlosen Kesselschlacht von Halbe in den letzten Apriltagen 1945 - also wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Friedhof ist frei zugänglich und kann mit Hilfe eines Audioguides erkundet werden. Dieser steht auf den Seiten des Volksbundes (Link siehe rechte Spalte) kostenlos zum Download bereit.

Titelbild: André Eißer • Alle Rechte © Perspektivmedien

Öffnungszeiten

Der Strand ist frei zugänglich - es gibt keine Öffnungszeiten. Bitte wegen der Ruhezeiten die Badeordnung beachten.

Eintritt

Der Eintritt ist frei.

Adresse & Kontakt

Amt Schenkenländchen
Puschkinstraße / Strandweg
15757 Halbe

Tel.  
Webseite besuchen »

Holzplateaus im Heidesee
©2015 • André Eißer • Perspektivmedien

Heidesee Halbe
©2015 • André Eißer • Perspektivmedien

Strand am Heidesee
©2015 • André Eißer • Perspektivmedien

Strandbar "Cafe del Mar"
©2015 • André Eißer • Perspektivmedien

Anfahrt

Bahn • ÖPNV
RB19 ab Schönefeld oder Königs-Wusterhausen Richtung Senftenberg oder RE2 ab Bahnhof Zoologischer Garten, Hauptbahnhof oder Alexanderplatz Richtung Cottbus bis Halbe. Vom Bahnhof sind es dann nur noch etwa 300 Meter über die Ziegelstraße und Puschkinstraße zum Strand.

PKW
A13 Richtung Dresden - Ausfahrt Teupitz und dann Richtung Halbe (etwa 1 Kilometer). Strand und Strandbar sind gut ausgeschildert.

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Es gibt nur eine sehr begrenzte Zahl an Parkplätzen. Ggf. am Sportplatz noch freie Parkplätze.

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