Durch Schluchten und Kehlen NaturaTrail Märkische Schweiz

© Peter Gäbelein, Perspektivmedien UG, Perspektivmedien UG

„Schluchten und Kehlen“ klingt irgendwie gefährlich und gar nicht nach Brandenburg. Aber die Märkische Schweiz hat tatsächlich ihre Tücken. Die Silberkehle beispielsweise sollte nur von sicheren Wanderern erkundet werden. Aber der NaturaTrail in der Märkischen Schweiz ist ein erprobtes Gelände und bietet mit seinem geologischen und biologischen Reichtum dem Wanderer ausgezeichnete Möglichkeiten, die Natur zu erleben.

Foto oben: © Peter Gäbelein, Perspektivmedien UG, Perspektivmedien UG

Tourdaten: Dauer: 5-7 Stunden Tourlänge: ca. 15 km (flach bis hügelig)
Text: Peter Churfürst. In Kooperation mit "NaturFreunde Landesverband Brandenburg e.V."

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Der Naturpfad führt über den Poetensteig durch die Wälder der Pritzhagener Berge, an den Findlingen „Teufelsstein“ und „Großer Stein“ vorbei auf den Dachsberg. Von dort hat man einen herrlichen Blick über die Landschaft, die durch die letzte Eiszeit geprägt wurde. Weiter führt die Wanderung durch die Wolfsschlucht, am Kleinen und Großen Tornowsee entlang, zur Pritzhagener Mühle und ins idyllische Stobbertal. Am Stobber entlang westwärts erreicht man das Naturpark-Besuchermuseum „Schweizer Haus“ mit angeschlossener Ausstellung. Wer sich die 6km lange östliche Schleife (2. Abschnitt) nicht entgehen lässt, gelangt zum Internationalen Fledermaus-Museum in Julianenhof mit „Draculas kleinen Freunden“.


Der hier beschriebene Wanderweg beginnt in Buckow, Parkplatz an der Schule. Die Wanderung ist insgesamt etwa 15 km lang, kann aber jederzeit verkürzt werden. Günstige Einstiegsmöglichkeiten in die Wandertour bieten auch die Standorte Besucherzentrum (Schweizer Haus) Buckow, Parkplatz an der Schule in Buckow, Pferdehof im Dorf Pritzhagen und Fledermaus-Museum in Julianenhof. Die Tour ist jederzeit mit den Hinweisen auf der NaturaTrails gut ausgeschildert.

Es werden unbefestigte Wald- und Feldwege begangen. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Die Silberkehle ist nur von sicheren Wanderern mit Umsicht und Vorsicht auf eigene Gefahr zu begehen. So wie die Landschaftsvielfalt am Naturpfad ist auch die Pflanzen- und Tierwelt reich an Abwechslung:
 Wälder, Wiesen, Auen und Bruchwald. Mehr als 200 Vogelarten sind im Naturpark heimisch. Die gesamte Fläche ist europäisches Vogelschutzgebiet. Eine Reihe der dort lebenden Brutvogelarten ist in der „Roten Liste“ als gefährdet erfasst, wie
 z.B. Eisvogel, Schwarzstorch, Rohrweihe und Wiedehopf.

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Tourenverlauf

1. Abschnittca.5 km

Der Poetensteig beginnt an der Schule und führt in Richtung Krugberg. Am Hinweisschild Moritzgrund geht der Weg nach rechts und bergan über Jenas Höhe und den Teufelsstein zum Dachsberg. Dort befinden sich eine Schutzhütte und ein Rastplatz. Von hier oben hat der Wanderer freie Sicht auf das wellige Relief der märkischen Landschaft. Unterhalb des Dachsberges befindet sich der Kleine Tornowsee. Weiter geht es auf dem Höhenweg zur Silberkehle. Der enge Pfad durch diese Schlucht ist mit naturbelassenem Wald bewachsen. Auf dem Weg ins Tal findet sich hinter dem Haus Tornow und dem Großen Tornowsee die Kreuzung, die zum Dörfchen Pritzhagen mit Feldstein-Kirche, einem Pferdehof und dem Gasthof „Pritzhagener Heide“ führt (weitere Informationen unter www.pritzhagen.de). Danach erreicht man die Pritzhagener Mühle mit ihrer Fischtreppe.

Alternativ ist auch der Weg talwärts durch die Wolfsschlucht zum Kleinen Tornowsee möglich. Der Hauptweg, markiert mit einem gelben Balken, kreuzt die Marienquelle und links befindet sich die Königseiche. Noch vor Haus Tornow stößt er wieder auf den oben beschriebenen Wanderweg.

2. Abschnittca. 6 km

Von der Pritzhagener Mühle verläuft der Weg (grüner Punkt) durch das Stobbertal, vorbei an Pferdekoppeln und Wiesen in Richtung Eichendorfer Mühle. Am Hinweis „Fledermaus-Museum“ geht es bergan nach links, am Waldrand entlang und an Junker Hansens Kehle vorbei bis Julianenhof und zum Internationalen Fledermaus-Museum. Nach einem Besuch dort führt ein mit Obstbäumen gesäumter Feldweg hinunter zum Stobbertal.

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3. Abschnitt6 km

Der Wanderweg, teilweise der Europäische Fernwanderweg E 11, führt jetzt durch das Stobbertal westwärts in Richtung Buckow. Dabei wird der Höllenbach überquert, links geht es nochmals an der Fischtreppe vorbei und auf der rechten Seite liegt das Südost-Ufer des Großen Tornowsees. Am Töpfergraben, der in den Stobber mündet, geht es nach rechts bis an das Ufer des Kleinen Tornowsees. Dort am Echostein erschallt beim lauten Ruf über den See ein klangvolles Echo.

Wieder zurück auf dem Hauptwanderweg kommt man zur Günterquelle. Hier befindet sich auch das Schweizer Haus, das Besucherzentrum im Naturpark. Von dort geht man nicht den „Hopfenweg“, sondern nach Norden, Richtung Krugberg. An der ersten Kreuzung führt der Weg nach links, vorbei an „Giebelpfuhl und Schwarzen Löchern“, den Resten der letzten Eiszeit, und erreicht den Ausgangspunkt der Wanderung – den Parkplatz an der Schule. Wer jetzt noch möchte, ist ein willkommener Gast im Kneipp-Kurort Buckow, der Perle der Märkischen Schweiz mit seinen vielfältigen Kultur- und Erholungsangeboten.

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Anfahrt

Bahn: RB26 Richtung Küstrin stündlich von Berlin-Lichtenberg bis Bhf Müncheberg, Weiterfahrt mit BMO-Busverkehr Linie 928 bis Buckow, Schule. Direkt an der Haltestelle beginnt der Wanderweg in Richtung Poetensteig.
Den Bahn-Nostalgikern ist die Buckower Kleinbahn von Müncheberg nach Buckow an den Wochenenden und Feiertagen zu empfehlen, weitere Infos unter www.buckower-kleinbahn.de

Auto: zum Parkplatz Schule: Bundesstraße B1/B5 bis Müncheberg. Weiter über Eberswalder Straße auf die B168, Richtung Prötzel bis Abzweig Buckow und durch die Stadt bis Weinbergsweg / Parkplatz Schule.

Hinweis: zum Fledermausmuseum in Julianenhof: Landstraße L34 nördlich von Buckow in Richtung Neuhardenberg bis Abzweig Julianenhof. Straße dort entlang bis Hinweisschild Fledermausmuseum.

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Kontakt und weitere Informationen

Die NaturFreunde - Landesverband Brandenburg e.V.
Haus der Natur
Lindenstraße 34
14467 Potsdam
0331 201- 55 41
www.naturfreunde-brandenburg.de

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